Schreibtische

Unser Schreibtisch-Ratgeber

Zeig mir deinen Schreibtisch und ich sag dir, wer du bist:

In einer Zeit, in der zahlreiche Unternehmen durch rotierende Arbeitsplätze und Clean Desk Policy gezwungenermaßen für uniforme Ordnung sorgen, sind individuell gestaltete Schreibtische oftmals eine Rarität. Und dennoch geben sie als offenkundige Projektionsfläche persönlicher Eigenheiten meist mehr über deren Besitzer preis als diesen lieb sein dürfte. Da türmt sich schon mal das Papier, klebt der ganze Computer voll mit kleinen Zettelchen und nie kann man einen Stift finden. Auf anderen Schreibtischen wiederum stehen zig fein säuberlich beschriftete Ablagen, während der Sitznachbar stattdessen lieber seiner gesamten Ahnengalerie nebst Wimpel vom lokalen Fußballverein Platz einräumt. Doch egal, ob kreatives Chaos, strukturierte Ordnung oder Dekorationswut – bei der Wahl des jeweils passenden Schreibtischs sollte nichts dem Zufall überlassen werden. Unser Ratgeber für Schreibtische sagt Ihnen, worauf Sie achten sollten und stellt einige unserer absoluten Lieblingsmodelle vor.

 

Die Suche nach dem Richtigen:

Kaum etwas bereitet so viel Kopfzerbrechen und ist so nervenaufreibend wie die Entscheidung für den einen, den allein Seligmachenden – denjenigen, mit dem man sich fortan in guten wie in schlechten Zeiten die ewige Treue schwört. Ja, die Wahl des richtigen Schreibtischs kann schon mal für schlaflose Nächte sorgen. Aber Spaß beiseite: Auch wenn Sie jetzt vermutlich eine andere Wendung erwartet hätten, können wir Ihnen versichern, dass sich die Verbindung mit Ihrem Mr. Right auf vier Füßen unter Umständen als weitaus beständiger erweisen könnte. Bevor Sie sich nun Hals über Kopf in eine dauerhafte Bindung stürzen, sollten Sie jedoch einige Faktoren berücksichtigen. Unser Ratgeber für Schreibtische sagt Ihnen, worauf Sie achten sollten und stellt einige unserer absoluten Lieblingsmodelle vor.

 

Höhenverstellung? Ja, ich will!

Bevor SieIhren Traum-(Schreibtisch)typen mit all seinen Höhen und Tiefen kennenlernen, heißt es erstmal „Stellung beziehen!“, denn: Durchschnittlich verbringen wir immerhin 80.000 Stunden unseres Arbeitslebens am Schreibtisch. Das Problem: Wir tun es sitzend – und das zumeist ausschließlich. Dabei war der menschliche Körper ursprünglich niemals dafür gemacht, einen so großen Teil seiner Lebenszeit im Sitzen zu verbringen. Oder haben Sie schon mal von einem steinzeitlichen Jäger gehört, der sich seine Beute bequem in die Höhle hat liefern lassen? Wir auch nicht! Doch wie kann der „homo sedens“ von heute wieder mehr Dynamik in seinen bewegungsarmen Alltag bringen? Leider kollidieren der natürliche Drang und auch die Notwendigkeit zur Bewegung oftmals mit unserem Büroleben, das sich meist vornehmlich auf sitzende Tätigkeiten beschränkt. Und das auf Kosten unserer Gesundheit – durch das ständige Sitzen nehmen wir nämlich nicht nur Rückenbeschwerden, Herz-Kreislauf-Probleme und Kopfschmerzen in Kauf; auch unsere Leistungsfähigkeit leidet immens unter der monotonen Arbeitshaltung. Umso wichtiger ist daher ein ergonomischer Arbeitsplatz, der den allzu typischen „Sitzkrankheiten“ vorbeugt. Die Lösung: ein höhenverstellbarer Schreibtisch oder Steh-Sitz-Tisch. Bei letzterem kann das Gestell so in der Höhe verstellt werden, dass es einen dynamischen Wechsel zwischen Arbeiten im Stehen und Sitzen erlaubt. Ideal gilt laut Schreibtisch Tests sowie Orthopäden und Arbeitsmedizinern das Verhältnis:

    • 60 Prozent dynamisches Sitzen (d.h. ein regelmäßiger Wechsel der Sitzposition)
    • 30 Prozent Stehen
    • 10 Prozent gezieltes Umhergehen

Sofern es möglich ist, sollte hierfür etwa alle 15 bis 20 Minuten zwischen stehender und sitzender Tätigkeit variiert werden.

Die gesundheitlichen Vorteile eines Steh-Sitz-Tisches liegen auf der Hand:

    • Das Herz-Kreislauf-System wird ausreichend trainiert.
    • Das regelmäßige Aufstehen regt den Stoffwechsel an und steigert die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit.
    • Muskelabbau und Knochenschwund wird vorgebeugt.
    • Weniger Kopfschmerzen und Muskelverspannungen in Rücken und Nacken durch hinreichende Durchblutung.
    • Prävention gegen chronische Erkrankungen (z. B. Diabetes), Übergewicht und Depressionen.
    • Die Steh-Sitz-Abwechslung steigert Ihre Motivation und verbessert die Produktivität.
    • Die Folge: ein erhöhtes Wohlbefinden am Arbeitsplatz sowie eine gesteigerte Lebenserwartung.

 

Alles eine Frage der Einstellung

Wie hoch Sie mit Ihrem Schreibtisch hinaus wollen, bleibt Ihnen natürlich selbst überlassen – oder besser gesagt der jeweiligen Policy Ihres Büros. Freilich gibt es auch Unternehmen oder Arbeitsumgebungen, in denen stehende Arbeit fehl am Platz bis unerwünscht ist. Um hier Bandscheiben und Nerven zu schonen, ist es sinnvoll, frühzeitig zu klären, ob mit starren oder höhenverstellbaren Schreibtischen gearbeitet wird. Auch wenn sich erstere vor allem für Besprechungsräume, Empfangsbereiche und Kantinen eignen, ist ihr Einsatz als Schreibtisch aber auch kein Bein-, oder besser gesagt, Genickbruch: Mit unseren zahlreichen einstellbaren und ergonomischen Bürostühlen können Sie trotzdem maximal dynamisch sitzen. Haben Sie das Glück, einen höhenverstellbareren Schreibtisch zur Verfügung zu haben, können Sie nun aus dem Vollen schöpfen. Je nach Einstellmöglichkeiten (manuell oder elektrisch) sollte Ihr Schreibtisch von 65 auf bis zu 125 cm anwachsen und idealerweise Ihre favorisierte Position elektronisch speichern können. Vor allem in Großraumbüros mit einem rotierenden Sitzplatzmodell ist die Memory-Funktion der elektrischen Höhenverstellung von Vorteil, erlaubt sie doch einen schnellen Wechsel zwischen unterschiedlichen Nutzern. Bei Modellen mit manuellem Antrieb wie Kurbel oder Gasfeder-Lift raten wir wiederum auf eine stufenlose Verstellmöglichkeit bzw. geringe Stufen (nicht mehr als 1 cm) zu achten – so sind Sie flexibler und nicht an die vorgegebene Schreibtischhöhen gebunden. Und für den Fall, dass Sie im Büro doch stehende Ovationen geben wollen? Mit unseren Schreibtisch Tipps für die Steh-Sitz-Variante kein Problem!

Wie ermittle ich die richtige Höhe?

Das gesunde Stehen am Schreibtisch folgt in etwa den gleichen Voraussetzungen wie das Sitzen am Schreibtisch. So ermitteln Sie die optimale Höhe für Ihren Steh-Sitz-Tisch:

  • Orientieren Sie sich an dieser Formel: Nehmen Sie die Entfernung vom Boden zu Ihrer Schulter und ziehen die Länge des Oberarms ab.
  • Die Unterarme liegen ganz oder teilweise, locker auf der Tischfläche auf.
  • Die Schultern sollten weder hochgezogen noch angespannt, sondern entspannt sein.
  • Zwischen Oberarm und Unterarm entsteht dabei in etwa ein 90°-Winkel.
  • Beide Füße stehen fest und gerade auf dem Boden.

 

Form follows function

Egal, ob Sie Ihre Entscheidung nun in die Knie zwingt, oder Sie über sich hinaus wachsen:Das Schlagwort beim Schreibtischkauf sollte in jedem Fall „Effizienz“ lauten – schließlich sind Büromöbel immer nur dann funktional, wenn sich ihr Mehrwert den Nutzern wirklich erschließen kann. Dieser Grundsatz gilt selbstverständlich auch für die Einrichtung eines Homeoffice: Arbeiten Sie mehrheitlich oder ausschließlich von zu Hause aus, muss Ihr Schreibtisch Typ ganz klar nach Ihrer Pfeife tanzen. Benötige ich viel Stauraum und breite mich bei der Arbeit gerne aus? Dann ist ein großer Schreibtisch mit bis zu zwei Metern Breite genau das Richtige für Ihr Arbeitszimmer. Oder dient der Schreibtisch nur zum Sortieren der Post? In dem Fall bietet sich ein zierlicher Sekretär für die Wohnzimmerecke an. So oder so: Format sollte er schon haben, der Schreibtisch, der Ihnen und Ihren Anforderungen gerecht wird. Und damit es auch noch das richtige ist, stellen wir hier verschiedene Schreibtischtypen vor, die uns besonders überzeugt haben.


Ganz schön straight

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Gerade Linien und Formen sind uns vertraut und erwecken schnell einen klassischen und aufgeräumten Look. Ein gerader Bürotisch ist platzsparend und findet sowohl in Büroumgebungen als auch im Home-Office-Gebrauch häufig Anwendung. Sein Vorteil: Er lässt sich mit Trennwänden ausstatten und leicht verschieden formieren.


Um die Ecke gedacht

Sie wollen einen besonders kleinen oder schwierig geschnittenen Raum zum Büro umfunktionieren? Kein Grund, zu verzweifeln! Hier sind Sie mit einem Eckschreibtisch oder Winkeltisch gut beraten. Beide eignen sich gut für Arbeitsplätze, an denen der Raum vielen unterschiedlichen Anforderungen genügen muss, da man mit ihnen nicht so viele Quadratmeter verliert wie bei Schreibtischen, die in der Mitte des Raumes platziert werden. Die Winkel-Form macht sich außerdem gut als Besuchertisch und bietet zusätzlichen Platz für spontane Meetings mit Kollegen.

 

Nicht hinten wie vorne

Neben den bereits erwähnten starren sowie höhenverstellbaren Schreibtischen in Rechteck- und Winkelform haben wir on top noch Bistrotische, Beistelltische, Klapptische und Besprechungstische im Angebot. Und hier geht eindeutig mehr als „quadratisch, praktisch, gut“, sind die wahren Eyecatcher im Büro doch längst trapez-, kreis-, ellipsen- oder bootsförmig. Ebenfalls praktisch: Unsere Tischaufsätze von Palmberg und Assmann, die vor allem in Großraumbüros für Privatsphäre und die nötige Ruhe sorgen.

 

Augenblick der Größe

Bevor es nun ans Ja-Wort geht, heißt es erstmal „Feinabstimmung“ – schließlich wollen Sie nicht die Katze im Sack, sondern den für Sie richtigen Schreibtisch kaufen. Während man hierfür früher das Möbelhaus des Vertrauens aufsuchte, geht die Tendenz heutzutage immer häufiger zum Online-Kauf. Bequem von zu Hause aus das Büro einrichten? In unserem Shop unter www.bueroforum.net kein Problem! Gerne stehen Ihnen unsere kompetenten Mitarbeiter mit ihrem fachmännischen Know-How telefonisch zur Seite (Planungs-Hotline: 0931-80 992 120, Shop-Hotline: 0931-80 992 100). Sollten Sie auf eigene Faust losshoppen wollen, können Sie Maße, Ausstattung und Co. aber auch gerne in den jeweiligen Produktinformationen nachlesen.

Doch egal, ob Möbelladen oder Online-Shop: Um beim Schreibtisch-Kaufen bezüglich der Größe der Schreibtischplatte auf Nummer sicher zu gehen, empfehlen wir Ihnen, zunächst das Maßband rauszuholen. Tatsächlich wirken Möbel in den meisten Verkaufsräumen sowie auf Bildern nämlich wesentlich zierlicher, als sie sind. Die Tischplattengröße sollte generell die Maße von 120 x 80 Zentimetern nicht unterschreiten, noch besser ist jedoch eine Tischgröße von 160 x 80 Zentimetern, um genügend Arbeitsfläche für benötigtes Arbeitsmaterial zu schaffen.

 

Mit unserem Schreibtisch-Berater zum richtigen Gestell:

Aber auch die Wahl des Gestells will wohl überlegt sein, schließlich muss es sowohl über die nötige Stabilität verfügen als auch ausreichend Beinfreiheit bieten. Für Tischgestelle kommen hauptsächlich Metalle zum Einsatz, da diese die notwendige Robustheit garantieren. Ob Stahl, Edelstahl, verchromter Stahl oder Aluminium, ist dann letztendlich Geschmacksfrage.

Der Klassiker unter den Gestellausführungen ist das 4-Fuß-Gestell: Es erlaubt nicht nur eine problemlose Erweiterung um weitere Büro-Möbel, sondern auch jede Menge Verstaufläche für Rollcontainer und Co.

Die 5-Fuß-Variante kommt hingegen ausschließlich bei Eckschreibtischen und Winkelschreibtischen (L-Form) zum Einsatz.

Beim T-Fuß-Gestell ist Nomen Omen: Das Gestell, das aussieht, wie ein auf den Kopf gestelltes „T“, ist entweder mit ein oder zwei Trägersäulen erhältlich. Sie bieten optimale Beinfreiheit, sind platzsparend und mitunter am besten für einen ergonomischen Arbeitsplatz geeignet.

Das C-Fuß-Gestell ist an der hinteren Seite verkürzt und mit einem 1-Säulen-Gestell oder einem 2-Säulen-Gestell erhältlich. Sein Clou: Dank der speziellen Form ist es ideal für höhenverstellbare Schreibtische geeignet. Weitere Hingucker mit Buchtstaben im Namen sind außerdem das A-Fuß-Gestell und das Z-Fuß-Gestell.

Oder aber Sie entscheiden sich für Rechteckrohr- oder Rundrohrgestelle: In Sachen Stabilität werden beide ihrem Verwendungszweck entsprechend gerecht. Ob Sie Ihren Tisch lieber in eckiger oder runder Form „unterstützen“ möchten, bleibt letztlich Geschmacksfrage.

 

Ganz schön oberflächlich

Nachdem nun geklärt ist, was man sich unter der künftigen Beziehung vorstellt, darf man getrost nochmal oberflächlich werden – schließlich sollte Ihr Zukünftiger auch optisch einen entsprechend guten Eindruck hinterlassen. Um herauszufinden, aus welchem Holz er geschnitzt ist, geben wir Ihnen mit unserer Schreibtisch Beratung einen Überblick über die am häufigsten eingesetzten Materialien und ihre Vor- und Nachteile. Wie wäre es beispielsweise mit Furnieren oder Spanplatten? Als preiswerte Alternative zu Vollholz darf man sich sowohl bei den auf eine Tägerplatte geleimten, dünnen Holzblättern als auch bei den Platten aus gepressten Holzspänen über eine hohe Stabilität freuen. Ein wenig teurer, dafür einfacher zu fräsen und schleifen sind hingegen MDF-Platten. Ähnlich wie bei Spanplatten werden auch hier verschiedene Holzkomponenten zusammengeleimt. Bei MDF-Platten werden jedoch keine Holzspäne verwendet, sondern feinstzerfasertes, zumeist rindenfreies Nadelholz. Es muss aber nicht immer die Holzvariante sein: Wie wäre es beispielsweise mit Kunststoffplatten oder Glas? Während erstere sehr langlebig sind und vor allem den Geldbeutel schonen, hat man mit Schreibtischplatten aus Glas einen echten Hingucker für sein Büro. Jedoch gibt es hier einen gravierenden Nachteil: Aufgrund ihrer spiegelnden Oberfläche muss man bei Glastischen – je nach Lichteinfall – störende Reflexionen in Kauf nehmen. Für eine ergonomische Nutzung der Arbeitsfläche raten wir daher zu blendfreien Tischplatten in gedeckten Farben. Noch mehr zu diesem Thema können Sie übrigens auch in unserem großen Ergonomie-Ratgeber nachlesen!